Frauen, Gewaltschutz, Frauenpolitik

Yildirim/Fleischanderl: „Vorkehrungen gegen häusliche Gewalt während Quarantäne“

Zusätzliche Schutzplätze notwendig, Krisenstab gefordert.

Seit heute steht ganz Tirol unter Quarantäne, die Menschen dürfen ihr Zuhause nur mehr in ganz wenigen Fällen verlassen. „Für Frauen und Kinder bergen diese Ausgangsbeschränkungen eine Gefahr, denn wir wissen, dass in derartigen Ausnahmesituationen das Risiko für häusliche Gewalt größer wird. Stress, finanzielle Sorgen und räumliche Enge ohne Ausweichmöglichkeit tragen dazu bei. Es gilt daher Frauen und Kinder bestmöglich zu schützen“, nehmen die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim und ihre Stv. Frauensprecherin LA Elisabeth Fleischanderl Frauenministerin Raab sowie die zuständige Landesrätin Fischer in die Pflicht.

Auch in Krisensituationen gilt: Niemand muss Gewalt ertragen. Die Gewaltschutzzentren, die Polizei, das Frauenhaus und viele andere Einrichtungen helfen auch jetzt. Die Frauen-Helpline gegen Gewalt ist unter der Telefonnummer 0800 222 555 weiterhin rund um die Uhr erreichbar.

„Speziell Tirol ist bei Frauenhausplätzen dürftig aufgestellt. Das Oberland ist gänzlich unversorgt. Die Versäumnisse der Landesregierung sind jetzt besonders problematisch. Daher gilt es in der aktuellen Situation rasch und unbürokratisch zu handeln.“ Oberösterreich hat es bereits vorgemacht und zusätzliche Frauenhausplätze geschaffen. In Tirol gebe es aktuell genügend leer stehende Hotels, um notfalls Kapazitäten anbieten zu können.

Yildirim und Fleischanderl fordern zudem einen Krisenstab auf Bundes- und Landesebene: „Frauen-, Innen-, Justizministerium sowie Opferschutzeinrichtungen sollten eingebunden werden, um häusliche Gewalt zu verhindern und die Opfer zu schützen.“